Über den Wipfeln

 

 

 

 

De Ueli het geseit:

 

Machen Sie Ferien in der Schweiz!

 

Und wenn das unser Bundesrat sagt, machen das auch die "Drüradbrüedere".

 

Drei Tage mit schönem Wetter waren angesagt, also die Ape gepackt und los ging es. Zuerst mal zu meinem Bruder nach Küssnacht am Rigi. 

Vorbei an der Hohlen Gasse, entlang des Zugersees nach Goldau, und anschliessend auf den Sattelpass.

 

Natürlich gab immer mal einen Halt um die schöne Landschaft zu geniessen, hier etwas unterhalb von Steinerberg SZ.

 

 

Mit der Ape kein Problem, die hat ja fast auf einem Taschentuch Platz,

wie auch gleich kurz danach, etwas oberhalb von Steinerberg SZ

 

Die Drüradbrüedere oberhalb von Steinerberg SZ
Die Drüradbrüedere oberhalb von Steinerberg SZ
Der Letziturm in Rothenthurm
Der Letziturm in Rothenthurm

 

Der Letziturm, im Jahre 1323 erbaut, gab der Gemeinde Rothenthurm ihren Namen.

 

Im Jahre 1018 wurde die Allmeind mit Wald (heute Altmatt) im Rahmen einer Schenkung Heinrich II. an das Kloster Einsiedeln abgetreten. Das alte Lande Schwyz erhob Anspruch auf diese Allmeind, und es kam zu einem jahrhundertelangen Streit.

 

Um 1310 wurde zum Schutz quer durch das Tal die Letzimauer errichtet. Damals verkauften die Schwyzer gemeinsam genutztes Land an einzelne Landsleute, um mit dem Erlös den Bau der «mur ze Altun mata» (Altmatt) zu finanzieren. Grund für den Bau war ein schwelender Streit mit dem Kloster Einsiedeln um Weiderechte. 

 

Weil die Habsburger die Klostervogtei über Einsiedeln innehatten, befürchteten die Innerschweizer wohl eine militärische Intervention. Dazu hatten sie auch allen Grund, nachdem sie im Januar 1314 das Kloster überfallen und geplündert hatten. Als Geiseln verschleppten sie damals mehrere Mitglieder des Konvents.

 

Der Streit zwischen Schwyz und Einsiedeln war denn auch einer der Gründe für den habsburgischen Vorstoss unter Herzog Leopold I. in die Innerschweiz. Dieser erfolgte im November 1315 allerdings nicht über Rothenthurm, sondern von Zug via Ägerisee nach Morgarten, wo die Schwyzer dem Ritterheer eine Niederlage zufügten. 

Die Drüradbrüedere vor dem Letziturm in Rothenthurm SZ
Die Drüradbrüedere vor dem Letziturm in Rothenthurm SZ

Durch den Schiedsspruch Thürings von Attinghausen (Abt von Disentis) vom 8. Februar 1350 wurde der jahrhundertealte Marchstreit beendet. Die Allmeind Altmatt wurde dem alten Lande Schwyz zugesprochen.

 

 

Wie lange die Letzimauer genutzt wurde, ist unklar. Heute ist nur noch der Turm mit Torbogen vorhanden und gehört zum Ortsbild von Rothenthurm. Ein neues Dach aus rot gestrichenen Schindeln auf dem Letziturm veranlasste die Anwohner 1665 dazu, ihr Dorf von Altmatt in Rothenthurm umzubenennen.

 

 

Und nur unsere beiden Ape können diesen schönen Turm noch verschönern.


Wir nehmen uns unterwegs auch die Zeit für Naturbeobachtungen, wie hier auf der Weiterfahrt Richtung Einsiedeln.

Wer nach  Einsiedeln fährt, sollte einen kleinen Umweg auf den Chatzestrick machen, die Aussicht ist einzigartig. 

 

Der Chatzestrick ist ein Pass und ein alter Pilgerweg, der die Ortschaften Altmatt und Einsiedeln miteinander verbindet. Die Passhöhe liegt auf 1‘053 m ü M. Der Name Chatzestrick hat weder mit einer Katze noch mit einem Strick etwas zu tun, Vielmehr geht der erste Teil des Wortes auf einen Bauern namens Kätzi zurück, der diese Gegend bewirtschaftete. Der zweite Teil des Namens kommt aus der Bezeichnung Strichen, was so viel wie Landstrich bedeutete. Also etwa das Land des Kätzli.

 

Da aber der Pilgerweg der Luzerner, von den Klöstern St Urban und Werthenstein, über diesen Pass führte, hat dies den Luzerner den Übernamen „Chatzenstecker“ eingetragen. Wir Luzerner sind also keine notorischen Tierquäler, sondern waren einfach zu faul um den Umweg über Biberbrugg zu laufen um nach Einsiedeln zu Pilgern.

Blick vom Chatzenstrick auf Einsiedeln
Blick vom Chatzenstrick auf Einsiedeln
Die Drüradbrüedere vor dem Kloster Einsiedeln
Die Drüradbrüedere vor dem Kloster Einsiedeln

Natürlich gab es noch einen Fotohalt beim Kloster Einsiedeln, dem bedeutendsten Benediktinerkloster der Schweiz.

 

Die schwarze Madonna von Einsiedeln ist eine wichtige Station und auch Ausgangspunkt für Jakobspilger auf ihrem langen Weg nach Spanien. 

 

Das Stift Einsiedeln entwickelte sich 934 als die klösterliche Gemeinschaft die Regeln der Benediktinerinnen annahm. Im Jahr 947 wurde die Gründung noch durch eine Schenkung von König Otto I bestätigt.

 

Der heutige Bau geht zum Teil auf das Jahr 1029 zurück, als ein Klosterbrand das frühere Kloster weitgehend zerstörte. 

 

Über Jahrhunderte hinweg war das Kloster Einsiedeln ein Zankapfel zwischen Habsburgern und den alten Schwyzern. Was 1315 zur Schlacht am Morgarten führte, wo der Habsburger Leopolt I. den Innerschweizern unterlag.

 

Die geschlossene barocke Klosteranlage, wie sie sich auch heute noch darbietet, entstand ab 1703, als Abt Maurus von Roll den Grundstein für die neue Klosteranlage nach den Plänen des Einsiedler Laienbruders und Architekten Caspar Moosbrugger legte.

Die Drüradbrüedere vor dem Kloster Einsiedeln
Die Drüradbrüedere vor dem Kloster Einsiedeln

Von Einsiedeln führte uns der Weg über den Sihlsee und die Sattelegg (1'200 m.ü.M.)

nach Tuggen, wo die Linth die Kantonsgrenze von Schwyz zu St. Gallen markiert.

 

Die Drüradbrüedere beim Schloss von Grynau mit seinem imposanten Turm
Die Drüradbrüedere beim Schloss von Grynau mit seinem imposanten Turm

Dort befindet sich das Schloss Grynau mit seinem imposanten Turm. Erbaut im frühen 13. Jahrhundert

durch die Grafen von Rapperswil, diente er lange Zeit zu Sicherung des Übergangs über die Linth.   

Auch in der Neuzeit spielte diese Stelle eine wichtige strategische Rolle. Während dem Zweiten Weltkrieg

schützte die nahe Festung Grynau diesen Übergang und bildete somit auch die Nordgrenze des Reduit.

Die Grynau war eine der wichtigsten Staustellen bei der vorgesehenen Überflutung der Linthebene. 

 

Immer tiefer und vor allem über einige steile Hügel führte und das Navi in das Toggenburg. 

Sehr schöne Landschaften und alte Bauernhöfe konnten wir bei den Bergfahrten bewundern.

Das Toggenburg ist wirklich eine schöne Gegend.

 


Man könnte fast meinen, das mein Navi mir diese Gegend zeigen wollte.

Nur irgendwie fand ich es nicht so toll jetzt auf dieser Strasse weiter zu fahren.

 

Also haben wir uns nach der Besichtigung des schönen Alpenpanoramas entschlossen runter zum letzten

Abzweiger zu fahren und einen anderen Weg zum Camping Bächli, im Bächli-Hemberg, zu suchen.

 

"Bireweichs Navi" sei Dank konnten wir dieses tolle Panorama bewundern
"Bireweichs Navi" sei Dank konnten wir dieses tolle Panorama bewundern

Trotz vielen Fotopausen und Garminirrwegen erreichten wir unseren Campingplatz um 15.00 Uhr. Die beiden nächsten Nächte

Die "Drüradbrüedere" auf dem  Camping Bächli, in Bächli-Hemberg
Die "Drüradbrüedere" auf dem Camping Bächli, in Bächli-Hemberg

verbringen wir auf dem:

  

Camping Bächli

Wisstrasse 5

9633 Bächli-Hemberg. 

www.camping-baechli.ch 

 

 

- Ein Camping in einer aussichtsreichen, ruhigen Landschaft
- Ein sehr freundliches und hilfsbereites Betreiberpaar
- Ein gepflegtes Gemeinschaftsgebäude mit Grillplätzen
- Ein Lebensmittelgeschäft und das Restaurant Rössli,

  mit  einer regionalen Speisekarte (5 Minuten Fussweg)

 

Was will man mehr? 

 

Der richtige Campingplatz für Ruhesuchende, Wanderer, Velo- und Ape-Fahrer.

 

Auch die Campingkatze freute sich über unseren Besuch.

 

2. Tag, jetzt geht es über die Wipfel

Der eine oder andere Leser mag sich nun fragen, weshalb diese Tour den Titel "über den Wipfeln" trägt.

Der Grund ist, wir wollten den Baumwipfelpfad Neckertal, in Mogelsberg besuchen.

Der Pfad hat eine Länge von 500 Meter, er ist in Festbauweise und barrierefrei gebaut. Seine Höhe ist zwischen 4 und 15 Meter. Da er an einem Hang gebaut ist ermöglicht die Aussichtsplattform einen Panoramablick aus 55 Meter.  

Der einzigartige Baumwipfelpfad erlaubt sehr gute Einblicke in die Baumkronen ... 

... und somit in einen Mikrokosmos, welcher uns meist verborgen bleibt. 

Auch für Hanspeter, gab es sehr viel interessantes zu sehen, was auch nicht

verwunderlich ist, er ist sehr naturverbunden als ehemaliger Gärtner. 

Immer wieder kann man durch die Baumkronen die schöne Landschaft des Toggenburg bestaunen.

 

  

 

 

Auch für das leibliche Wohl

ist bei einem einzigartigen

Panorama gesorgt.


 

Alles in allem, ist der Baumwipfelpfad Neckertal für jeden ein lohnendes Ausflugsziel, in jeder Jahreszeit.

 

 

Wer diesen einzigartigen Einblick in die Natur und das schöne Panorama auf das Neckertal auch geniessen will, hier des Link mit allen Angaben:

 

Baumwipfelpfad Neckertal

9122 Mogelsberg

Tel ++4171 552 33 03

 

https://baumwipfelpfad.ch

 

info@baumwipfelpfad.ch  

Sonnenuntergang auf dem Camping Bächli, in Bächli-Hemberg
Sonnenuntergang auf dem Camping Bächli, in Bächli-Hemberg

 

Nach einem schönen Sonnenuntergang ging es leider am dritten Tag unserer Reise wieder zurück nach Hause.

 

Es war eine kurze aber sehr schöne Reise in einem der schönsten Länder - unserer Schweiz.

 

 

 

 

 

Alle Bilder auf dieser Seite sind von meinem Bruder und mir.

 

 

 

Weitere Bilder